Zuckerrohr ist mehr als 10.000 Jahre alt, die ältesten Funde stammen aus 8.000 v.Chr. in Polynesien. Man kann davon ausgehen, dass Zucker – in welcher Form auch immer – also bereits damals genutzt wurde. Bis heute hat sich die Nutzung von Zucker, natürlich in der Form und Anwendungsweise wie wir ihn kennen, erhalten. In der Küche ist Zucker nicht wegzudenken: Kochen, Backen oder Dekorieren. Wer will hier schon auf das Allround-Talent Zucker verzichten? Darüber hinaus verleiht Zucker sehr schnell Energie, kann sogar die Stimmung heben und ist in Form von Süßigkeiten wie Schokolade, Plätzchen oder Cola auch ein Genussmittel für uns alle.

Die Kehrseite des Genusses: Zucker verursacht Karies, dies ist wissenschaftlich nachgewiesen. Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass Zucker in zu großen Mengen bei gleichzeitig zu wenig Bewegung zu Übergewicht beiträgt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt daher, nicht mehr als 25 Gramm Zucker pro Tag zu sich zu nehmen. Die Realität sieht jedoch so aus, dass in Deutschland pro Person täglich etwa 100 Gramm konsumiert  werden. Krankenkassen schlagen daher bereits Alarm und fordern Maßnahmen zur Reduzierung des Zuckerkonsums ähnlich denen bei Nikotin und Alkohol. Die Lebensmittelindustrie bietet Ersatzstoffe an und spricht von ‚Genuss ohne Reue‘.

Meine Empfehlung
Süßstoffe sind aus naturheilkundlicher Sicht höchst umstritten. Unser Körper erwartet, sobald wir Süßes verzehren, einen Energieschub. Dieser bleibt jedoch bei Ersatzstoffen aus und regt den Appetit sogar eher an. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt daher, sie nur zu verwenden, wenn unbedingt nötig. Mein Rat ist: Verzichten Sie weitgehend auf Zucker. Als natürliche Süßungsmittel können Sie etwas Honig nehmen. Weitere Alternativen können Zuckerersatzstoffe sein, die den Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigen lassen.
Betrachtet man Ernährung jedoch als Ganzes und nicht nur reduziert auf Zucker, dann spielt der ausgewogene Mix die entscheidende Rolle. Gesund und fit ist der, der sich vollwertig ernährt und für Bewegung sorgt. Zu einer vollwertigen Ernährung gehört vom Apfel bis zum Zucker alles – aber immer ist auf die Menge zu achten.
Sie möchten mehr Informationen zum Thema gesunde Ernährung oder auch Zuckerkrankheiten? Sprechen Sie mich gerne an, ich freue mich auf Ihren Anruf.

Linktipps:
Stiftung Warentest
Zuckermuseum in Berlin